Die isländische Sopranistin Harpa Ósk Björnsdóttir ist seit August 2024 Mitglied des OperAvenir-Ensembles am Theater Basel. In der Spielzeit 2026/27 ist Harpa als Sophie in Strauss’ Der Rosenkavalier am Pfalztheater sowie als Nannetta in Verdis Falstaff an der Óperan, der neuen Isländischen Nationaloper, zu erleben, wo sie ab Januar 2027 dem Ensemble angehören wird.

Zu ihren Konzertengagements in dieser Spielzeit zählen Beethovens Neunte Sinfonie unter der Leitung von Edward Gardner, das Neujahrskonzert des Iceland Symphony Orchestra unter der Leitung von Christoph Koncz sowie die Eröffnungsgala des Pfalztheaters mit Szenen aus Strauss’ Der Rosenkavalier unter der musikalischen Leitung von GMD Daniele Squeo.

In der Spielzeit 2025/26 gab Harpa ihr Debüt als Pamina in Mozarts Die Zauberflöte am Theater Basel in der gefeierten Inszenierung von Simon McBurney. Außerdem sang sie Annina in Verdis La Traviata und Clorinda in Rossinis La Cenerentola und wirkte in Thom Luz’ Opernpastiche Don Quijote mit dem Kammerorchester Basel mit.

Im Konzertbereich gab Harpa ihr Debüt in der Kölner Philharmonie mit Orffs Carmina Burana. Das Werk führte sie außerdem mit dem Aachener Sinfonieorchester im Eurogress Aachen sowie mit dem Sinfonieorchester Basel im Casino Basel auf. Zudem sang sie Mozarts Exsultate, Jubilate in Umeå mit der Norrlandsoperan.

Zu ihren jüngsten Auftritten zählen Zanaida mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Woglinde in Wagners Götterdämmerung an den Bühnen Bern sowie Bachs Johannespassion mit dem Symphony Orchestra Nord. Sie ist regelmäßig mit dem Iceland Symphony Orchestra aufgetreten und gastierte an der Oper Leipzig mit dem Gewandhausorchester sowie an der Oper Halle mit der Staatskapelle Halle.

Vor ihrem Wechsel nach Basel studierte sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding am Prinzregententheater München sowie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.

Vor ihrem Studium in Deutschland studierte Harpa Gesang an der Reykjavíker Akademie für Gesang und Vokalkunst und anschließend an der Isländischen Universität der Künste.

Im September 2019 gab sie ihr Debüt an der Isländischen Oper als Barbarina in Mozarts Le nozze di Figaro im Isländischen Nationaltheater. Anfang 2019 trat sie als Solistin mit dem Isländischen Symphonieorchester in der Konzerthalle Harpa auf, nachdem sie als eine der Preisträgerinnen des Wettbewerbs „Young Soloists 2019“ ausgezeichnet worden war. Sie sang für die Hauptfigur des Films Sparrows, der Islands Oscar-Einreichung des Jahres 2017 war. Sechs Jahre lang sang sie im Chor Graduale Nobili, der vor allem durch seine Welttournee mit der Sängerin Björk bekannt wurde.

Harpa erhielt Stipendien aus den Mitteln von „Kiyo & Eiko Tomiyasu“ (2018), „Jón Stefánsson“ (2020), „Landsbankinn“ (2021), „Ýlir“ (2021), „Vilhjálmur Vilhjálmsson“ (2021), Ingjaldssjóður (2023), Rotary International (2024) und dem Bayreuth-Stipendium (2025). 2019 erhielt sie außerdem ein Stipendium des „Festival Puycelsi“. Sie wurde zur „Stimme des Jahres 2019“ sowie zur Gewinnerin der Universitätskategorie gewählt und erhielt den Hörerpreis im Wettbewerb „Vox Domini“. 2024 war Harpa Finalistin des Internationalen Wilhelm-Stenhammar-Musikwettbewerbs in Norrköping, Schweden.

2019 schloss Harpa ihr Studium der Elektrotechnik an der Universität Island ab. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Forschungspraktikum am Caltech (California Institute of Technology) in Kalifornien und finanzierte ihr Gesangsstudium durch ihre Tätigkeit als Spezialistin für Produktionsplanung beim isländischen Energieversorgungsunternehmen Landsvirkjun.